Chlamydien sind intrazellulär lebende, mit Bakterien eng verwandte Mikroorganismen, die ausschließlich durch den Geschlechtsverkehr übertragen werden und das Zylinderepithel des Muttermundes und der ableitenden Harnwege infizieren. Aufgrund dieses spezifischen übertragungsweges ist die Chlamydien-Infektion weltweit die am häufigsten sexuell übertragene Infektion überhaupt.

Da es sich also um eine sexuell übertragbare Infektion handelt, sind immer beide Partner infiziert. Es ist also eine sehr häufige Infektion, die nur mit aufwendigen Tests nachweisbar ist. Diese Tests werden routinemäßig bis zum 25. Geburtstag durchgeführt, ansonsten auf Ihren Wunsch im Rahmen einer erweiterten Vorsorge.

Der Infektionszeitpunkt kann durchaus zehn Jahre oder länger zurückliegen, ohne bislang erkannt worden zu sein. Darum sollte der Infektionsnachweis keinesfalls Anlass für ein Misstrauen oder Verdächtigung Ihrem Partner gegenüber sein.

Meistens haben die Patienten wenig oder keine Beschwerden.

Je früher die Diagnose gestellt wird und mit der Behandlung begonnen werden kann, desto sicherer können Folgeerkrankungen vermieden werden. Besonders gefürchtet ist die Eileiterentzündung durch Chlamydien, die zur Unfruchtbarkeit führen kann.

Zur Vermeidung eines “Ping-Pong-Effektes” sollte in jedem Falle eine ausreichende Partner-Behandlung erfolgen.

Etwa 14 Tage nach der Therapie und nach der dazwischen liegenden Regel sollte der Therapieerfolg kontrolliert werden.

Zusätzliche sinnvolle Leistungen zur Früherkennung des Muttermund-Krebses
Vorsorgliche Ultraschalluntersuchung der Brüste