Seit Einführung der Krebsvorsorgeuntersuchung der Frau hat sich die Häufigkeit des Muttermund-Krebses wesentlich reduziert. (Die Vorsorgezytologie (Pap-Abstrich) hat seit den 50ger Jahren zu einem Rückgang der Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs um ca. 70% geführt. Trotz des großen Erfolgs gibt es nach wie vor Grenzen dieser Untersuchung.) Der Muttermund-Krebs betrifft vor allem junge Frauen im geschlechtsreifen Alter. Es ist der einzige Krebs, bei dem eine echte Vorsorge im wörtlichen Sinn möglich ist. Dies bedeutet, wir können schon Veränderungen an dem der Untersuchung gut zugängigem Muttermund finden, die sich erst in der Zukunft zu Krebs entwickeln würden und können diese zeitig genug behandeln. Bei allen anderen Krebsformen beim Menschen können wir nur eine Früherkennung anstreben, d.h. der Krebs muss schon da sein, um gefunden zu werden.

Diese besondere Situation ist dadurch bedingt, dass sich der Muttermund-Krebs über einen Zeitraum von 2-15 Jahren entwickelt. Wir haben also mit dem Vorsorgeabstrich ausreichend Zeit, die Vorstufen des Krebses zu finden und zu behandeln.

Der Krebsvorsorgeabstrich hat eine diagnostische Sicherheit von 75 – 90% abhängig von der Qualität des Abstriches bis hin zur Qualität des Beurteilens.

Durch spezielle Entnahme- und Aufbereitungstechniken kann man die Sicherheit erhöhen. Dieses spezielle Verfahren ist die ThinPrep Dünnschicht-Zytologie.

HPV-Abstrich
Untersuchung auf Chlamydien-Erkrankung